Herzlich willkommen auf dem Schreibblog von Christoph Eydt

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Freitag, 11. Mai 2012

Wie man richtig „Nein“ sagt – Negationen in der deutschen Sprache


Verneinungen sind ein wichtiger Bestandteil in der Kommunikation. In der Regel werden Sätze mit dem Adverb „nicht“ verneint. Bei einem einfachen Aussagesatz steht das Wort „nicht“ am Ende des Satzes.

Beispiel:
Ich gehe NICHT schwimmen.
Ich bringe dir die Tasche NICHT.


Die Regel, dass das „nicht“ am Satzende steht wird durch einige Ausnahmen erweitert.

Bei mehrteiligen Prädikaten vor dem zweiten Teil des Prädikats:
Ich habe dir die Tasche nicht gebracht.

In Sätzen mit Prädikatsnomen oder Prädikatsadjektiv direkt vor dieses:
Der Pförtner heißt nicht Andreas.
Der Baum ist nicht klein.

In Sätzen mit Adverbial direkt vor dieses:
Der Hund bellt nicht bei Tag.
Der Hund bellt nicht leise.

In Sätzen mit Präpositionalobjekt direkt vor dieses:
Der Hund springt nicht auf den Sessel.

Verneinung  in längeren Sätzen
In längeren Sätzen bzw. Satzgefügen verneint man mit „nicht“ nur ein bestimmtes Satzglied. Um dies kenntlich zu machen, steht die Negation direkt vor dem zu verneinenden Satzglied.

Beispiel:
Nicht der Hund bringt dem Herrchen den Knochen. Subjektverneinung
Der Hund bringt nicht dem Herrchen den Knochen. – Verneinung des Dativobjekts
Der Hund bringt dem Herrchen nicht den Knochen. – Verneinung des Akkusativobjekts

Verneinung von Nomen
Nomen, die von einem bestimmten Artikel begleitet werden, werden mit „nicht“ verneint. Ein Beispiel hierfür ist der bereits angerührte Satz: „Nicht der Hund bringt dem Herrchen den Knochen.“

Verneinung mit Pronomen und Adverbien
Das Wort „nicht“ drückt in der Regel eine Verneinung aus. Aber es gibt noch weitere Möglichkeiten, so zum Beispiel der Einsatz von Indefinitpronomen: niemand, keiner und nichts.

Beispiel:
Niemand ist zu Hause.
Ich habe nichts gesehen.

Auch Adverbien können für eine Verneinung verwendet werden. Zum Beispiel können folgende Adverbien benutzt werden: nie, niemals, nirgendwo, nirgends.

Beispiel:
Das ist mir noch nie passiert.
Wir sind nirgends gewesen.
Nirgendwo habe ich dich je gesehen.



Literatur:
BALCIK, Ines und RÖHE, Klaus: Deutsche Grammatik und Rechtschreibung. Stuttgart: PONS GmbH, 2010.