Herzlich willkommen auf dem Schreibblog von Christoph Eydt

Gute und verständliche Texte sind eine Freude für den Leser. Sie wecken Neugier, Interesse und Lust am Lesen. Gute Texte garantieren nicht nur, dass die Botschaft den Leser erreicht, sondern sie schaffen auch eine Sympathie seitens des Lesers. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was gute Texte kennzeichnet und wie man sie schreiben kann.

Sonntag, 24. Juni 2012

Einführung in das Schreiben einer Rede




Unter einer Rede versteht man eine mündliche Mitteilung von einem Redner an eine bestimmte Hörerschaft. Als Rede im weiteren Sinne wird auch das schriftliche Manuskript bezeichnet, welches der Redner selbst oder ein Redenschreiber verfasst hat.

Wer eine Rede schreiben möchte, muss bereits im Vorfeld eine Verbindung zu der Hörerschaft hergestellt haben. Diese Verbindung ermöglicht es ihm, Worte zu wählen, die das Publikum erreichen können. Nichts ist schlimmer für einen Redner und dessen Publikum, als eine Rede vorzutragen, die über die Hörerschaft hinweg geht und keinen einzigen Teilnehmer erreichen kann.

Als Ghostwriter bzw. als Redenschreiber ist es wichtig, sich nicht nur dem Publikum anzunähern, sondern auch den Geist des Redners zu erspüren, um eine Rede verfassen zu können, die die Erwartungen des Publikums einerseits erfüllt und zum anderen dem Redner eine Authentizität ermöglicht, mit der er seine Botschaft selbstsicher und überzeugend vermitteln kann.


Die Absicht muss klar sein

Bevor eine Rede niedergeschrieben wird, muss man sich über die Absicht im Klaren sein. Anlass, Zweck und Angemessenheit sind drei sich gegenseitig bedingende Variablen, die im Vorfeld berücksichtigt werden müssen.  In der praktischen Arbeit hat sich ein ausgewogenes Verhältnis zwischen diesen drei Faktoren bewährt. Der Aufwand zur Produktion einer Rede sollte dem Zweck und dem Anlass der Rede gegenüber angemessen sein.

Es empfiehlt sich daher, folgende Fragen zu beantworten:
-          Was für ein Publikum ist zu erwarten?
-          Was soll mitgeteilt werden?
-          Welche Möglichkeiten hat man zur Vermittlung der Botschaft?
-          Welche Gelegenheit wird für die Rede ergriffen?
-          Welcher Redestil ist angemessen?
-          Wie lange soll die Rede dauern?
-          Kann ein Imagegewinn erzielt werden?


Das Publikum muss erreicht werden

Eine Rede, die Spannung erzeugt, die Erwartungen aufbaut und die die Hörer von einer Aussage zur nächsten lenken kann, ist besser als eine von Fakten und sachlichen Darstellungen geprägte Rede, die rasch Langeweile erzeugen kann.

Das bedeutet nicht, dass man auf Fakten verzichten soll. Im Gegenteil! Es ist wichtig, Fakten darzustellen, es kommt aber darauf an, wie man sie darstellt. Zunächst muss der Zeitrahmen einer Rede berücksichtigt werden. Man kann in 10 Minuten nicht zahlreiche Fakten aufzählen und erwarten, dass die Zuhörer am Ende der Rede wüssten, worum es dem Redner gegangen ist. Die Kunst besteht darin, so viele Fakten wie notwendig zu integrieren und diese so aufzuarbeiten, dass sie einprägsam sind.

Hierbei kann man sich auf die W-Fragen beschränken:
Was? (Thema)
Wo? (Ort/Einordnung)
Wann? (Zeit)
Wer? (Betroffene/Teilnehmer etc.)
Wie? (Vorgehensweise/Methode etc.)
Warum? (Grund/Anlass)
Wem? (Nutzen: Wem nützt es?)

Wenn man sich an diesen einfachen Fragen orientiert, kann man in präziser Form wichtige Informationen bekanntgeben und darüber hinaus einen „roten Faden“ in der Rede herstellen, der es den Hörern erlaubt, den Worten zu folgen.


Botschaft und Erwartung sind zwei Pole, die verbunden werden müssen

Als Redner und Redenschreiber steht man zwischen der Botschaft, die vermittelt werden soll und den Erwartungen des Publikums. Beide Pole müssen so vereint werden, dass die Botschaft die Erwartungen der Hörerschaft erreichen kann. Dies gelingt, wenn man sich auf die Erwartungen des Publikums einlässt und die Publikumsperspektive übernimmt.

Als Redenschreiber sind folgende Fragen wichtig:
1.       Warum will der Redner zu dem Publikum sprechen?
2.       Was sind die Kerngedanken, die das Publikum erreichen sollen?
3.       Passen die äußeren Bedingungen zur Rede?

Diese drei Bereiche sind die Grundlage, auf der der Redestoff strukturiert und bearbeitet werden kann. Inhalt, Absicht und der äußere Rahmen (Ambiente) sind wichtige Kriterien, die beim Schreiben berücksichtigt werden sollten.

Die Sicht auf Inhalt und Absicht der Rede haben nur einen Pol, nämlich die Botschaft, fixiert. Der zweite Pol, die Erwartung, muss aus einer weiteren Sicht berücksichtigt werden: Die Rede muss Motivation zum Zuhören schaffen. Informieren, Überzeugen, Motivieren sind drei wichtige Schritte zur Zusammenfügung von Botschaft und Publikumserwartung. Um die Erwartungen des Publikums zu treffen, sollte man sich folgende Fragen stellen:

1.       Welche Relevanz hat der Redeninhalt für die Zuhörer?
2.       Welche Rolle hat der Redner für das Publikum?
3.       Welche Gründe gibt es, sich die Rede anzuhören?
4.       Welches Vorwissen bringt das Publikum mit?
5.       Welche Einstellungen gibt es zum Thema?
6.       Welchen Nutzen können die Zuhörer aus der Rede ziehen?

Diese Grundelemente sind wichtig, wenn man eine treffende Rede verfassen möchte. Darauf aufbauend, muss der Redenschreiber einen individuellen Zugang zum Thema, zum Redner und zum Publikum finden, damit er in angemessener Weise eine klare Botschaft in Form einer Rede verfassen kann. Materialsammlung, Recherche, Strukturierung, Ausdruck und Rhetorik sind weitere zentrale Arbeitsschwerpunkte, die beim Redeschreiben beachtet werden müssen.

Wie schreibt man eine Biografie?




Eine Biografie ist ein erzählter Sinnzusammenhang über ein Leben unter einer ganz bestimmten Intension.


Unter einer Biografie versteht man die Lebensbeschreibung einer bestimmten Person. Es geht dabei um die Präsentation ihres Lebenslaufes. Eine gängige Form der Biografie ist die Autobiografie. In ihr stellt der Autor selbst sein Leben vor.

Das wohl wichtigste Merkmal einer guten Biografie ist, dass sie einen Sinnzusammenhang aufweisen kann. Es genügt nicht, einfach den Werdegang eines Menschen niederzuschreiben, seine Lebensstationen zu beschreiben oder seine Beziehungen schriftlich zu fixieren. Eine Biografie muss einen Sinn vermitteln können. Das bedeutet, es muss eine ganz bestimmte Botschaft vermittelt werden. Ein Sinnzusammenhang ist mehr als die logische Verbindung von Ursachen und Wirkungen. Es geht um die Kombination von Zeit und Inhalt, mit der eine Aussage kommuniziert werden kann.

Damit eine Biografie nicht zu einer langweiligen Aneinanderreihung von Fakten und Lebensdaten wird, ist es wichtig, das eigene Leben bewusst zu reflektieren.

Diese Reflexion kann auf vielerlei Weise geschehen. Man kann alte Fotos betrachten und die damit verbundenen Gedanken und Gefühle festhalten. Man kann aber auch alte Zeitungen aufschlagen und mit den darin enthaltenen Nachrichten auf bestimmte Ereignisse im eigenen Leben schließen. Man kann zudem in Kontakt mit Menschen treten, die einem einst zur Seite standen. Eine sehr gängige Methode ist das systematische Befragen. Ganz gleich, ob man eine Biografie für jemand anderen schreiben will oder ob man als Autobiograf tätig werden möchte: Ein ausgereifter Fragenkatalog ermöglicht eine umfassende Annäherung an die Vergangenheit und gestattet Rückschlüsse auf die gegenwärtige Situation.

Bei einer Biografie ist eine systematische Aufarbeitung der Lebensinhalte wesentlich. Diese Aufarbeitung kann durch gezielte Fragen geschehen.

Bevor man sich daran macht, eine Biografie zu schreiben, muss eine Frage geklärt sein: Warum möchte ich eine Biografie schreiben bzw. schreiben lassen? Hierauf muss jeder selbst die passende Antwort finden. Man kann zum Beispiel für die eigene Familie das Leben reflektieren. Darüber hinaus kann es sein, dass man mit seiner Biografie bestimmte Entscheidungen erklären will. Die Antworten können sehr vielfältig sein. Je nach Motiv müssen die weiteren Fragen arrangiert werden.

Wem es gelungen ist, seine Absicht klar zu formulieren, der muss sich als nächstes fragen, wie er sich bestmöglich an sein Leben erinnern kann. Viele Menschen erinnern sich, wenn sie mit visuellen Quellen konfrontiert werden; hierzu zählen zum Beispiel Bilder, Filme, Fotos, Plakate, Briefmarken usw.

Da Erinnerungen nur selten systematisch ins Bewusstsein kommen, sollte man immer einen Notizblock bei sich tragen, um die spontanen Erinnerungen schnell festhalten zu können. Ein Diktiergerät kann dabei ebenso hilfreich sein.

Die gesammelten Erinnerungen müssen strukturiert werden. Das bedeutet, dass sie nach einem bestimmten Maßstab sortiert und selektiert werden müssen. Je nach Schwerpunkt, entscheidet sich hier das weitere Vorgehen. Bei der Aufarbeitung der Erinnerungen ist es auch wichtig, außenstehende Erinnerungsfragmente zu integrieren. Die eigene Wahrnehmung und somit auch die eigene Erinnerung sind subjektiv. Das bedeutet, sie ist von ganz bestimmten Motiven geprägt. Um für ein umfassenderes Bild zu sorgen, ist es also wichtig, auch andere Erinnerungen zuzulassen. So kann man beispielsweise alte Freunde aufsuchen und sich nach deren Erinnerungen erkundigen.

Eine Biografie kann je nach Schwerpunkt unterschiedlich verfasst werden

Als Autor einer Biografie kann man Memoiren verfassen, deren Zentrum die Betrachtung ausgewählter Ereignisse ist. Bei Memoiren geht es darum, Zusammenhänge und Hintergründe aufzudecken. Weiterhin kann man eine Lebenserinnerung schreiben. Dabei handelt es sich um ausgesuchte Erfahrungen, die auf bestimmte Lebensabschnitte begrenzt sind. Die einfachste Form der Biografie ist die Darstellung des Lebens in einer chronologischen Entwicklung. Hier kann man die Chronik als Alternative auflisten, denn bei ihr geht es um eine historische Darstellung vergangener Ereignisse.

Zusammenfassung

Das Wichtigste an einer Biografie ist die beabsichtigte Wirkung. Die Frage „Wozu soll eine Biografie verfasst werden?“ muss prägnant beantwortet werden, damit auf das Ziel zugearbeitet werden kann. Anschließend geht es darum, Erinnerungen aufzuarbeiten und so zu artikulieren, dass sie für die Leser verständlich sind. Es muss ein Sinnzusammenhang erstellt werden, der in sich logisch ist und Aufschluss über die Erfahrungen und Erkenntnisse der jeweiligen Person gibt. Das Erinnerungsmaterial muss sortiert werden und nach Möglichkeit mit anderen Eindrücken abgeglichen werden. Nichts ist schlimmer als eine Biografie, die auf Halbwahrheiten fußt, verzerrte Erinnerungen wiedergibt und dem Leser nicht sagen kann, wozu er die Biografie eigentlich liest.

Wer sich nicht selbst die Arbeit machen möchte, eine Biografie zu schreiben, der kann einen Ghostwriter engagieren, der darauf spezialisiert ist, Werke im Namen Dritter zu verfassen. Es gibt spezielle Biografen, deren einziges Betätigungsfeld das Schreiben von Biografien ist. Ein geschichtswissenschaftlicher Hintergrund sollte eine Voraussetzung für einen guten Biografen sein, denn dieser versteht es, mit dem historischen Material zu arbeiten.

Worte zwischen Mensch und Suchmaschine




Die richtigen Worte finden für Leser und für Suchmaschinen

Worte sind mächtig. Sie transportieren eine Botschaft. Im Internet kann die Macht eines Wortes nur entfaltet werden, wenn es Leser und Suchmaschine zugleich anspricht. Wörter stehen immer mehr zwischen den Menschen und den Suchmaschinen. Die Kunst besteht darin, für den Leser UND für die Suchmaschine zu schreiben, ohne dass eine der beiden Adressaten vernachlässigt wird.

Erst der Leser, dann die Suchmaschine
Ein häufiges Problem auf Internetseiten ist die Ausrichtung der Texte an den Kriterien von Suchmaschinen. Dies zeigt sich vor allem in der Wortwahl der Verfasser, denn diese konzentrieren sich auf das Einarbeiten sogenannter Keywords, um in den Suchmaschinen besser gefunden zu werden. So sinnvoll der Einsatz von Keywords sein mag, so gefährlich kann er auch sein. Wer sich darauf fixiert, die Suchmaschinen zu locken, der wird die Leser verschrecken, denn nicht selten ist der Text dann zwar maschinenfreundlich, aber leserunfreundlich gestaltet. Wer einen Internettext schreiben will, muss sich zuvor fragen, für wen er ihn schreiben will: für die Leser oder für die Suchmaschinen?
                In den meisten Fällen sollen Leser erreicht werden. Diese erreicht man aber nicht, indem man unzählige Keywords in den Text integriert, sondern indem man ausdrucksstark, eindeutig und  strukturiert schreibt. Für Webtexte ist es wichtig, dass diese in erster Linie ein Lesepublikum erreichen, in zweiter Linie soll der Text für Suchmaschinen einfach zu finden sein. Schließlich soll ja der Leser die Informationen auf der Website erfahren und einige Zeit auf der Seite verweilen.

Der Leser soll angesprochen werden. Ihn möchte man über Produkte, Dienstleistungen und Neuigkeiten informieren.

Was braucht ein menschlicher Leser?
Ein menschlicher Leser braucht Klarheit. Er muss sofort wissen, was er liest und er muss wissen, wozu er es lesen soll. Ein Leser spricht daher vor allem auf konkrete, bildhafte und sinnliche Worte an. Wenn ein Wort es schafft, das Wahrnehmungssystem des Menschen anzuregen, kann man davon ausgehen, dass der Ausdruck, und damit einher die Botschaft, gut aufgenommen wurde.

Geht man von den drei großen Formen der menschlichen Wahrnehmung aus, so lassen sich folgende Beispiele festmachen:
Kinästhetische Wahrnehmung: Berühren, betasten, weich, hart usw.
Visuelle Wahrnehmung: mustern, Überblick, Blitz, rot sehen usw.
Auditive Wahrnehmung: betonen, schrill, harmonisch, klangvoll usw.

Wörter, die die Emotionalität ansprechen können, sind ebenfalls gute Signale, die vom Gehirn besser verarbeitet und gespeichert werden können, als Wörter, die belanglos und neutral sind. Spricht man in den Texten von „Liebe“, „Angst“, „Wut“, „Glück“ oder „Freude“, so sind diese Worte mit bestimmten Gefühlen und Vorstellungen assoziiert. Gegenteilige Beispiele wären etwa „Papier“, „Buchstabe“ oder „Mülltonne“.
Beim Einsatz emotional geladener Wörter ist immer auf die Thematik zu achten. Eine Bedienungsanleitung kann zwar spannender sein, wenn man von den rein sachlichen Worten abweicht, aber in solch einem Text sollten Worte wie „Liebe“ und „Wut“ vermieden werden. Sie wirken eher lächerlich und unangebracht.

Möchte man im Internet ein Produkt vorstellen, so eignet sich die Verwendung von Worten, die die Emotionalität ansprechen. Gerade wenn sinnliche Worte genutzt werden, kann dadurch die Greifbarkeit des Produktes erhöht werden. Ein Gegenstand kann so zum Leben „erweckt“ werden.

Was braucht ein maschineller „Leser“?
Suchmaschinen lesen nicht in dem Sinne, dass sie die Bedeutung von Buchstaben und Wörtern entschlüsseln, um einen Sinnzusammenhang zu erfassen. Suchmaschinen scannen vielmehr die Texte und greifen nach bestimmten Worten.
                Suchmaschinen zielen darauf ab, bei Suchanfragen möglichst konkrete Antworten zu liefern. Daher ist die Verwendung von bildhaften Wörtern geeignet. Man beschreibt beispielsweise ein Wochenendgrundstück anders als eine Mietwohnung. Die Suchmaschine kann aufgrund der bildhaften Beschreibung eine Unterscheidung vornehmen und konkretisieren.
Bei allgemeingehaltenen Worten, wie zum Beispiel „essen“, ist es für Suchmaschinen schwierig, eine genauere Eingrenzung vorzunehmen. Wenn man von der Alternative „fressen“ ausgeht, so kann sich ein Mensch darunter sehr wohl ein bestimmtes Essverhalten vorstellen und weiß, dass es um schnelles und übermäßiges Essen geht, aber eine Suchmaschine kann diese Differenzierung nicht vornehmen, sie bleibt auf der sachlich beschreibenden Ebene. Wenn nun jemand Interesse an den gesundheitlichen Folgen von zu schnellem Essen hat, so wird dieser wohl nicht „fressen“ in die Suchmaschine eintippen, auch wenn dieses Wort treffend wäre. Ein potentieller Leser würde eher nach „zu schnell essen“ suchen. Artikel mit dem Wort „fressen“ würden demnach gar nicht aufgelistet werden, da die Suchmaschine „fressen“ nicht mit „zu schnell essen“ in Verbindung bringen würde.
                Eine Suchmaschine benötigt bildhafte Worte für Differenzierungen. Es darf jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass Suchmaschinen genauso bildhaft „denken“ wie Menschen. Daher ist es wichtig, auf der sachlich beschreibenden Ebene konkret zu bleiben.

Ein Leser findet eine Website über Suchmaschinen, daher müssen die Texte so bearbeitet sein, dass die Suchmaschinen Ergebnisse liefern können. Eine Suchmaschine bewertet nicht die Bedeutung von Worten, sondern geht von dem Wort als einfach Buchstabenkombination aus.

Keywords – das Bindeglied zwischen Mensch und Maschine
Keywords werden genutzt, um einen Text für eine Website so zu gestalten, dass Suchmaschinen durch diese speziellen Wörter auf die Seite aufmerksam werden. Wird ein bestimmtes Wort in einem Text mehrfach wiederholt, so geht die Suchmaschine davon aus, dass der Text relevante Informationen zu dem bestimmten Wort bereithält.
                Möchte man eine Internetseite so erstellen, dass sie in Suchmaschinen bei der Suchanfrage „Feuerlöscher“ besonders gut platziert wird, so muss das Wort „Feuerlöscher“ in einer bestimmten Häufigkeit im Text vorkommen.

Die Keyworddichte wird in der Regel auf den Gesamttext gerechnet. Eine Suchwortdichte von 5% bedeutet demnach, dass das Keyword in einem Text mit 100 Wörtern 5-mal vorkommen muss. Zwar erleichtern solche Berechnungen das Arbeiten mit den Keywords, sie sind aber keine Garantie für einen Erfolg. Es gibt auch keinen exakt errechneten Prozentwert, der eine bestmögliche Optimierung ermöglicht. Man kann sich nur heranarbeiten.

Als Regel gilt, dass man mit den Keywords zwischen 2% und 8% bleiben sollte. Eine Suchwortdichte von unter 2% hat so gut wie keine Wirkung. Keywords, die 8-10% des Gesamttextes ausmachen, können rasch als Manipulation gewertet werden; auch hierbei würde die Website schlecht abschneiden.

Die Suchworte sollten nicht nur für die Suchmaschinen geschrieben werden, sondern auch für die Leser. Daher ist es wichtig, unnötige Keywords zu vermeiden und sie durch solche zu ersetzen, die von Suchmaschinen leicht gefunden werden können und die vom Leser problemlos verstanden werden können. Weiterhin bietet sich der Einsatz passender Synonyme an.


Hinweise zur Suchmaschinenoptimierung

Berechnung der Keyworddichte:

Anzahl des Keywords : Gesamtzahl aller Wörter in einem Text
4 „Feuerlöscher“ : 100 Wörter = 0,04 (4%)

Tools zur Berechnung

Wenn man die Keyworddichte einer Internetseite errechnen will, die bereits online ist, dann kann man einfache Tools nutzen, die die Anzahl an Suchworten automatisch bestimmen können.

Donnerstag, 7. Juni 2012

Stilvoll schreiben


Hinweise für eine verständliche Textarbeit
Richtig schreiben zu können, heißt nicht nur die Regeln der Rechtschreibung und der Grammatik zu befolgen, sondern auch mit einem Höchstmaß an Stil und Ausdrucksstärke zu schreiben.

Es geht einzig um die Leser
Stil und Ausdrucksstärke können durch regelmäßiges Üben verbessert werden. Wofür sich jedoch ein Gefühl entwickeln muss, ist das Vermögen, auf die Lesergruppe einzugehen. Dies ist nur über den Weg der Erfahrung – also über den direkten Leserkontakt – nötig. Wolf Schneider formulierte die Konzentration auf die Leserschaft wie folgt: 

„Einer muss sich quälen – entweder der Leser oder der Autor. Da der Autor ein Interesse daran hat, dem Leser etwas mitzuteilen, sollte er es sein, der sich quält.“

Ein guter Stil ist mehr als nur eine treffende Wortwahl zu finden. Es ist vielmehr die Fähigkeit, den Text so verständlich wie möglich zu verfassen und so zielgruppenorientiert wie möglich zu arbeiten. Ein guter Stil ist demnach eine gute Ausdrucksstärke und eine sehr hohe Verständlichkeit der Textinhalte. Beides ergänzt sich einander. Ein verständlicher Text verfügt über vier grundlegende Kriterien:

  • Einfachheit
  • Struktur
  •  Prägnanz
  •  Interessante und anregende Zusätze (Bsp. Anekdoten oder lebensnahe Beispiele)

Das Wichtigste, was ein Autor beachten muss, ist die Frage nach dem Sinn: Warum sollen die Leser diesen Text lesen? Diese Frage sollte möglichst im Text – am besten bereits im ersten Absatz – beantwortet werden können.

Um einen Leser mit dem eigenen Text zu erreichen, muss man die Perspektive des Lesers übernehmen können. Darum ist es wichtig, Fragen nach dessen Hintergründen zu stellen. Zum Beispiel: Welches Vorwissen könnte er haben? Was für Fachausdrücke könnte er beherrschen? Wie viel Zeit hat er zum Lesen zur Verfügung? Diese Fragen sind richtungsweisend für den Stil, mit dem man den Text schreiben wird. Wenn es sich beispielsweise um die Zielgruppe der Jugendlichen handelt, so sollte der Schreibstil eher locker und lustig sein. Schreibt man dagegen für Geschäftsmänner über 50, sollte man seriös und sachlich schreiben. 

MERKE:  Der Leser soll den Text lesen. Versetzen Sie sich in Ihre Leser und überlegen Sie, wie diese Ihren Text lesen würden. Passen Sie entsprechend Ihren Stil an.

Klares Deutsch statt umständliche Ausdrücke
Ein guter Stil entwickelt sich durch die Wahl treffender Ausdrücke. Wem es gelingt, in einer einfachen Sprache zu schreiben, der verfasst seinen Text verständlich und macht ihn lesenswerter. Nichts kann einen Leser mehr abschrecken, als mit einer Fülle an Fremdwörtern konfrontiert zu werden. Auch zu lange Sätze schrecken die Leser ab, da es mit der zunehmenden Länge schwieriger wird, den Gedanken des Autors zu folgen.

Je klarer man sich ausdrücken kann, desto besser kommt der Text – und damit auch der Autor – an. Komplizierte Sachverhalte einfach darzustellen, ist eine eigene Kunst. Es ist zugleich der Prüfstein, an dem gemessen wird, ob und inwieweit der Autor selbst den Sachverhalt verstanden hat. Schreibt er klar und logisch oder verbirgt er sich hinter hochgestochenen Formulierungen? 

Für ein gutes und klares Deutsch sind folgende einfache Regeln zu beachten:
-          Streichen Sie Überflüssiges (Füllwörter, Adjektive, Vorsilben …)!
-          Finden Sie die passenden Worte (Synonyme und Mehrdeutigkeiten klären)!
-          Schreiben Sie lebendig (Verben nutzen und für die Sinne schreiben)!
-          Halten Sie die Sätze übersichtlich (Pro Satz ein Gedanke)!
-          Gliedern Sie den Text (Zwischenüberschriften, Absätze, Zusammenfassungen)!

Wer seinen Ausdruck verbessern möchte, muss seinen Ausdruck auch kontrollieren. Überprüfen Sie darum Ihre Texte auf sprachliche Marotten. Darunter sind sämtliche Sprachmängel zu verstehen, die den Ausdruck verschlechtern und die Verständlichkeit des Textes erschweren. Die Marotten können sich im Laufe der Jahre fest angewöhnt haben. Typische Beispiele sind falsch platzierte Apostrophe oder Anführungszeichen. Auch das unnötige Setzen von Klammern kann zu einer störenden Angewohnheit beim Schreiben werden. Ein weiteres Beispiel ist der unreflektierte Einsatz englischer bzw. „denglischer“ Wörter.

MERKE: Der Ausdruck verrät viel über den Autor. Ist dieser in der Lage, Kompliziertes einfach auszudrücken und es damit für jeden Leser verständlich zu machen oder schreibt er unnötig kompliziert und verwirrend?