Herzlich willkommen auf dem Schreibblog von Christoph Eydt

Gute und verständliche Texte sind eine Freude für den Leser. Sie wecken Neugier, Interesse und Lust am Lesen. Gute Texte garantieren nicht nur, dass die Botschaft den Leser erreicht, sondern sie schaffen auch eine Sympathie seitens des Lesers. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was gute Texte kennzeichnet und wie man sie schreiben kann.

Sonntag, 24. Juni 2012

Worte zwischen Mensch und Suchmaschine




Die richtigen Worte finden für Leser und für Suchmaschinen

Worte sind mächtig. Sie transportieren eine Botschaft. Im Internet kann die Macht eines Wortes nur entfaltet werden, wenn es Leser und Suchmaschine zugleich anspricht. Wörter stehen immer mehr zwischen den Menschen und den Suchmaschinen. Die Kunst besteht darin, für den Leser UND für die Suchmaschine zu schreiben, ohne dass eine der beiden Adressaten vernachlässigt wird.

Erst der Leser, dann die Suchmaschine
Ein häufiges Problem auf Internetseiten ist die Ausrichtung der Texte an den Kriterien von Suchmaschinen. Dies zeigt sich vor allem in der Wortwahl der Verfasser, denn diese konzentrieren sich auf das Einarbeiten sogenannter Keywords, um in den Suchmaschinen besser gefunden zu werden. So sinnvoll der Einsatz von Keywords sein mag, so gefährlich kann er auch sein. Wer sich darauf fixiert, die Suchmaschinen zu locken, der wird die Leser verschrecken, denn nicht selten ist der Text dann zwar maschinenfreundlich, aber leserunfreundlich gestaltet. Wer einen Internettext schreiben will, muss sich zuvor fragen, für wen er ihn schreiben will: für die Leser oder für die Suchmaschinen?
                In den meisten Fällen sollen Leser erreicht werden. Diese erreicht man aber nicht, indem man unzählige Keywords in den Text integriert, sondern indem man ausdrucksstark, eindeutig und  strukturiert schreibt. Für Webtexte ist es wichtig, dass diese in erster Linie ein Lesepublikum erreichen, in zweiter Linie soll der Text für Suchmaschinen einfach zu finden sein. Schließlich soll ja der Leser die Informationen auf der Website erfahren und einige Zeit auf der Seite verweilen.

Der Leser soll angesprochen werden. Ihn möchte man über Produkte, Dienstleistungen und Neuigkeiten informieren.

Was braucht ein menschlicher Leser?
Ein menschlicher Leser braucht Klarheit. Er muss sofort wissen, was er liest und er muss wissen, wozu er es lesen soll. Ein Leser spricht daher vor allem auf konkrete, bildhafte und sinnliche Worte an. Wenn ein Wort es schafft, das Wahrnehmungssystem des Menschen anzuregen, kann man davon ausgehen, dass der Ausdruck, und damit einher die Botschaft, gut aufgenommen wurde.

Geht man von den drei großen Formen der menschlichen Wahrnehmung aus, so lassen sich folgende Beispiele festmachen:
Kinästhetische Wahrnehmung: Berühren, betasten, weich, hart usw.
Visuelle Wahrnehmung: mustern, Überblick, Blitz, rot sehen usw.
Auditive Wahrnehmung: betonen, schrill, harmonisch, klangvoll usw.

Wörter, die die Emotionalität ansprechen können, sind ebenfalls gute Signale, die vom Gehirn besser verarbeitet und gespeichert werden können, als Wörter, die belanglos und neutral sind. Spricht man in den Texten von „Liebe“, „Angst“, „Wut“, „Glück“ oder „Freude“, so sind diese Worte mit bestimmten Gefühlen und Vorstellungen assoziiert. Gegenteilige Beispiele wären etwa „Papier“, „Buchstabe“ oder „Mülltonne“.
Beim Einsatz emotional geladener Wörter ist immer auf die Thematik zu achten. Eine Bedienungsanleitung kann zwar spannender sein, wenn man von den rein sachlichen Worten abweicht, aber in solch einem Text sollten Worte wie „Liebe“ und „Wut“ vermieden werden. Sie wirken eher lächerlich und unangebracht.

Möchte man im Internet ein Produkt vorstellen, so eignet sich die Verwendung von Worten, die die Emotionalität ansprechen. Gerade wenn sinnliche Worte genutzt werden, kann dadurch die Greifbarkeit des Produktes erhöht werden. Ein Gegenstand kann so zum Leben „erweckt“ werden.

Was braucht ein maschineller „Leser“?
Suchmaschinen lesen nicht in dem Sinne, dass sie die Bedeutung von Buchstaben und Wörtern entschlüsseln, um einen Sinnzusammenhang zu erfassen. Suchmaschinen scannen vielmehr die Texte und greifen nach bestimmten Worten.
                Suchmaschinen zielen darauf ab, bei Suchanfragen möglichst konkrete Antworten zu liefern. Daher ist die Verwendung von bildhaften Wörtern geeignet. Man beschreibt beispielsweise ein Wochenendgrundstück anders als eine Mietwohnung. Die Suchmaschine kann aufgrund der bildhaften Beschreibung eine Unterscheidung vornehmen und konkretisieren.
Bei allgemeingehaltenen Worten, wie zum Beispiel „essen“, ist es für Suchmaschinen schwierig, eine genauere Eingrenzung vorzunehmen. Wenn man von der Alternative „fressen“ ausgeht, so kann sich ein Mensch darunter sehr wohl ein bestimmtes Essverhalten vorstellen und weiß, dass es um schnelles und übermäßiges Essen geht, aber eine Suchmaschine kann diese Differenzierung nicht vornehmen, sie bleibt auf der sachlich beschreibenden Ebene. Wenn nun jemand Interesse an den gesundheitlichen Folgen von zu schnellem Essen hat, so wird dieser wohl nicht „fressen“ in die Suchmaschine eintippen, auch wenn dieses Wort treffend wäre. Ein potentieller Leser würde eher nach „zu schnell essen“ suchen. Artikel mit dem Wort „fressen“ würden demnach gar nicht aufgelistet werden, da die Suchmaschine „fressen“ nicht mit „zu schnell essen“ in Verbindung bringen würde.
                Eine Suchmaschine benötigt bildhafte Worte für Differenzierungen. Es darf jedoch nicht davon ausgegangen werden, dass Suchmaschinen genauso bildhaft „denken“ wie Menschen. Daher ist es wichtig, auf der sachlich beschreibenden Ebene konkret zu bleiben.

Ein Leser findet eine Website über Suchmaschinen, daher müssen die Texte so bearbeitet sein, dass die Suchmaschinen Ergebnisse liefern können. Eine Suchmaschine bewertet nicht die Bedeutung von Worten, sondern geht von dem Wort als einfach Buchstabenkombination aus.

Keywords – das Bindeglied zwischen Mensch und Maschine
Keywords werden genutzt, um einen Text für eine Website so zu gestalten, dass Suchmaschinen durch diese speziellen Wörter auf die Seite aufmerksam werden. Wird ein bestimmtes Wort in einem Text mehrfach wiederholt, so geht die Suchmaschine davon aus, dass der Text relevante Informationen zu dem bestimmten Wort bereithält.
                Möchte man eine Internetseite so erstellen, dass sie in Suchmaschinen bei der Suchanfrage „Feuerlöscher“ besonders gut platziert wird, so muss das Wort „Feuerlöscher“ in einer bestimmten Häufigkeit im Text vorkommen.

Die Keyworddichte wird in der Regel auf den Gesamttext gerechnet. Eine Suchwortdichte von 5% bedeutet demnach, dass das Keyword in einem Text mit 100 Wörtern 5-mal vorkommen muss. Zwar erleichtern solche Berechnungen das Arbeiten mit den Keywords, sie sind aber keine Garantie für einen Erfolg. Es gibt auch keinen exakt errechneten Prozentwert, der eine bestmögliche Optimierung ermöglicht. Man kann sich nur heranarbeiten.

Als Regel gilt, dass man mit den Keywords zwischen 2% und 8% bleiben sollte. Eine Suchwortdichte von unter 2% hat so gut wie keine Wirkung. Keywords, die 8-10% des Gesamttextes ausmachen, können rasch als Manipulation gewertet werden; auch hierbei würde die Website schlecht abschneiden.

Die Suchworte sollten nicht nur für die Suchmaschinen geschrieben werden, sondern auch für die Leser. Daher ist es wichtig, unnötige Keywords zu vermeiden und sie durch solche zu ersetzen, die von Suchmaschinen leicht gefunden werden können und die vom Leser problemlos verstanden werden können. Weiterhin bietet sich der Einsatz passender Synonyme an.


Hinweise zur Suchmaschinenoptimierung

Berechnung der Keyworddichte:

Anzahl des Keywords : Gesamtzahl aller Wörter in einem Text
4 „Feuerlöscher“ : 100 Wörter = 0,04 (4%)

Tools zur Berechnung

Wenn man die Keyworddichte einer Internetseite errechnen will, die bereits online ist, dann kann man einfache Tools nutzen, die die Anzahl an Suchworten automatisch bestimmen können.

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