Herzlich willkommen auf dem Schreibblog von Christoph Eydt

Gute und verständliche Texte sind eine Freude für den Leser. Sie wecken Neugier, Interesse und Lust am Lesen. Gute Texte garantieren nicht nur, dass die Botschaft den Leser erreicht, sondern sie schaffen auch eine Sympathie seitens des Lesers. Auf den folgenden Seiten erfahren Sie, was gute Texte kennzeichnet und wie man sie schreiben kann.

Donnerstag, 8. November 2012

LESEPROBE: Der Internet-Autor. Schreiben für Mensch und Suchmaschine.



 Auszug aus meinem neuen Buch "Der Internet-Autor. Schreiben für Mensch und Suchmaschine."
 Es ist in der Kindle-Version auf Amazon erhältlich.
Über den Inhalt:
Online-Marketing gehört zum festen Bestandteil moderner Werbekampagnen. Ganz gleich, ob man im Online-Shop Produkte vorstellen möchte oder auf der eigenen Website seine Dienstleistungen präsentieren will, ein guter Text ist die Grundlage erfolgreicher Kommunikation. Überhaupt stellen Texte die Basis des gesamten Internets dar. Wie leer wäre das Web ohne Texte auf den Internetseiten? Ein wichtiger Bereich im Online-Marketing ist die sogenannte Suchmaschinenoptimierung, also die Anpassung der eigenen Website an die Kriterien von Suchmaschinen. Ein Großteil der Suchmaschinenoptimierung ist Textarbeit. Die Web-Texte müssen sich an formelle Richtlinien halten, damit Suchmaschinen ihnen eine hohe Relevanz beimessen. Darunter leiden aber oft die menschlichen Leser, denn die formellen Richtlinien schränken den Handlungsfreiraum der Autoren ein. Das Buch  „Der Internet-Autor – Schreiben für Menschen und Suchmaschinen“ ist ein Leitfaden für das erfolgreiche Verfassen von Web-Texten. Im Vordergrund steht die Vereinbarkeit von Leserfreundlichkeit und Suchmaschinenfreundlichkeit. Beide Pole sind an bestimmten Punkten unvereinbar. An anderen wiederum ergänzen sie sich sehr gut. Ein leserfreundlicher Text ist zugleich eine gute Suchmaschinenoptimierung, da Texte, die gerne von Menschen gelesen werden, auch weiterempfohlen werden. Folglich registrieren Suchmaschinen den Besucherzuwachs und weisen der Seite eine hohe Relevanz zu.

Im Buch werden zunächst die Merkmale des Internets vorgestellt, um daran anschließend die Merkmale guter Internettexte und die Kompetenzen guter Internetautoren zu erklären. Im folgenden Teil werden die Aspekte der Leserfreundlichkeit dargestellt. Ein zentraler Teil ist hierbei die effektive Nutzung des eigenen Wortschatzes, um so gut wie möglich zielgruppenorientiert zu arbeiten. Es wird erklärt, wie mit Verben gearbeitet werden kann, wie man mehr Lebendigkeit in Sätzen erzeugen kann, wie Texte strukturiert werden müssen und wie man wahrnehmungspsychologische Erkenntnisse umsetzen kann. Außerdem werden Methoden vorgestellt, mit denen man die Texte konkretisieren kann. Dies ist wichtig, möchte man sich an eine spezielle Zielgruppe wenden. Im zweiten großen Teil des Buches werden die Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung vorgestellt. Es geht darum, zu zeigen, wonach Suchmaschinen auf Websites suchen und wie man die relevanten Elemente in einen Text einbinden kann, ohne dabei die Leserfreundlichkeit einzuschränken. Es wird erklärt, wie man Keywords recherchieren und berechnen kann, wie man in HTML arbeiten kann, wie man Verlinkungen setzt und eine SEO-Struktur erstellt. Außerdem beinhalten die einzelnen Kapitel Übungen und Beispiele aus dem Web-Alltag. Im letzten Teil befindet sich eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Verfassen von Online-Texten.




LESEPROBE





Stellen Sie sich vor: Sie schreiben einen Text, veröffentlichen ihn im Internet und über Nacht erreicht er mehrere tausend Leser. Unmöglich? Nein! Mithilfe der in diesem Buch vorgestellten Tipps und Ratschläge können auch Sie innerhalb kürzester Zeit Texte schreiben, die in den Suchmaschinen weiter oben gelistet werden und folglich von vielen Menschen angeklickt werden - vorausgesetzt, dass Sie sich im Schreiben von Web-Texten üben. Erfreuen Sie Ihre Leser mit spannenden und ausdrucksstarken Texten. Seien Sie ein Autor für Mensch und Suchmaschine!

Das Internet ist ein unverzichtbares Medium. Privatpersonen und Unternehmen nutzen die vielfältigen Möglichkeiten des Webs, um auf Inhalte zuzugreifen oder um eigene Inhalte einer großen Öffentlichkeit zu präsentieren. Da das Web täglich wächst und die Inhalte immer mehr erweitert werden, ist es besonders für Unternehmen wichtig, eine permanente Präsenz im Internet zu erreichen. Ein regelmäßig gepflegter Webauftritt vereinfacht nicht nur den Kontakt zum Kunden, sondern gibt auch dem Nutzer die Möglichkeit, einen Einblick in die Unternehmensleistungen zu erhalten, ohne dafür unnötige Umwege in Kauf nehmen zu müssen. Weiterhin schafft eine permanente Anwesenheit im Internet eine gute Basis, um immer mehr Nutzer und damit potentielle Kunden zu erreichen.

Die Basis für eine ständige Web-Präsenz ist die eigene Internetseite. Doch mit dem Onlinestellen einer Website ist noch nicht viel gewonnen. Sie können zwar das beste Aushängeschild haben und den schönsten Laden der ganzen Stadt besitzen, aber wenn das Aushängeschild übersehen und der Laden nicht gefunden wird, nützt Ihnen beides leider überhaupt nichts. Sie müssen also auf sich aufmerksam machen.

Die eigene Internetseite ist die Grundlage für weitere Maßnahmen, um im Internet präsent zu sein. Je nach Vorstellungen, Budget und technischen Voraussetzungen kann die eigene Website auf verschiedene Weise beworben werden. Da die meisten Internetnutzer eine Suchmaschine verwenden, um passende Informationen und Angebote zu erhalten, ist es wichtig, die eigene Internetpräsentation im Ranking der Suchmaschinen möglichst weit nach oben zu bringen. Hierfür ist die Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) das Mittel der Wahl. SEO verbessert den Listenplatz einer Website in einer Suchmaschine und orientiert sich dabei an den Kriterien, nach denen die Suchmaschinen Informationen und Inhalte suchen.

Je besser eine Website an die Kriterien einer Suchmaschine angepasst ist, desto besser kann sie von dieser gefunden werden. Ein zentraler Teil der Suchmaschinenoptimierung sind speziell angefertigte Texte. Diese Texte werden SEO-Texte genannt. Bei ihnen steht die formelle Gestaltung im Vordergrund. Das bedeutet zum Beispiel, dass ganz bestimmte Schlüsselwörter („Keywords“) in einer genau definierten Anzahl in einem Text vorkommen müssen. Diese formelle Enge, die eigentlich die Suchmaschinenoptimierung unterstützen sollte, kann auch das genaue Gegenteil bewirken, nämlich dann, wenn der Autor sich zu sehr an den formellen Vorgaben orientiert und dadurch den Inhalt des Textes vernachlässigt.

Schlechte Texte mit Keywords sind schlimmer als gute Texte ohne Keywords.

Gerade unerfahrene Autoren möchten, dass Leser auf ihre Texte aufmerksam werden und neigen dazu, sich zu stark an den SEO-Kriterien auszurichten. So wichtig das Einhalten bestimmter SEO-Richtlinien ist, so schädlich kann es für den Text werden, wenn die Formalien über den Inhalt gestellt werden. Denn diese Verschiebung vom Inhalt auf die formelle Gestaltung impliziert, dass in erster Linie die Suchmaschinen erreicht werden sollen und erst in zweiter Linie die Leserschaft. Besonders auffällig wird dies in der Wortwahl der Verfasser, denn diese konzentrieren sich vor allem auf das Einarbeiten der Keywords, damit die Suchmaschinen auf die Internetseite aufmerksam werden. Das darf natürlich nicht sein, denn eine Suchmaschine wird niemals den geschriebenen Text lesen und verstehen. Trotz der Bedeutung von Suchmaschinen sind es immer noch die Menschen, die die Texte lesen, verstehen und natürlich auch bewerten und weiterempfehlen. Kaum ein Mensch wird Texte weiterempfehlen, in denen zu merken ist, dass der Autor überhaupt kein Interesse an den Lesern hat, sondern nur in den Suchmaschinen möglichst weit oben angezeigt werden will.

Im Internet muss man darum zwei Pole miteinander vereinen, um ein Optimum an Aufmerksamkeit zu erreichen: die Suchmaschinen UND die Leser.

Darum: Suchmaschinenoptimierung UND Leserorientierung!

Menschliche Leser erreicht man nicht durch das Einhalten formeller Vorgaben und durch den Gebrauch unzähliger Keywords, sondern indem man eindeutig, ausdrucksstark und strukturiert schreibt. Für Webtexte ist es daher wichtig, dass ein Lesepublikum erreicht werden soll. Erst in zweiter Linie sollte es um eine Suchmaschinenoptimierung gehen.

Vorteile von leserfreundlichen Texten:
-   Leser erhält Mehrwert
-   Leser ist motiviert und hat Spaß am Lesen
-   Leser spürt Seriosität und Kompetenz des Autoren
-   Leser trägt die Informationen weiter
-   Leser erzählt anderen Menschen von der Website

Somit können auch leserorientierte Texte durchaus zur Suchmaschinenoptimierung genutzt werden, denn eine Seite, die Begeisterung hervorruft, zieht automatisch mehr Leser an, wodurch wiederum der Pagerank in Suchmaschinen erhöht wird, denn eine häufig besuchte Seite wird relevanter eingestuft als Seiten, auf denen sich kaum ein Leser einfindet.

Nicht die technischen Gestaltungsmerkmale oder die formellen Aspekte stehen im Folgenden im Vordergrund, sondern die Orientierung an den Bedürfnissen der Leser. Es geht sozusagen um die Suchmaschinenoptimierung vor der Suchmaschinenoptimierung, denn Leserfreundlichkeit im Web ist eine gewaltige Optimierung der eigenen Seite - vorausgesetzt, man weiß wie. Die technischen und formellen Aspekte von SEO können dann anschließend der Webpräsenz den letzten Schliff verleihen.

Schrift und Sprache sind die grundlegendsten Mittel der Verständigung. Die Sprache unterscheidet den Menschen von den Tieren und die Schrift ermöglicht das Festhalten von Wissen, welches sonst wohl verloren gehen würde. Beides, Schrift und Sprache, sind untrennbar miteinander verbunden und gestatten es dem Menschen, sich seiner Umwelt mitzuteilen.
     Das Internet macht die Bedeutung der Schrift und der Sprache offensichtlich: Die meisten Informationen, die man aus dem Netz bezieht, sind in der Schriftform vorhanden.

Eine einfache und treffende Definition von Kommunikation kann man bei Köck und Ott finden. Die Autoren verstehen unter der Kommunikation den „Austausch von Informationen zwischen zwei oder mehreren Personen, wobei die Mitteilung sprachlich (verbal) oder/und nichtsprachlich (nonverbal) erfolgen kann.“ (Vgl. Köck, Wörterbuch für Erziehung 1994, S.213)

Einen ähnlichen Ansatz wählt Kron, wenn er „Kommunikation“ wie folgt definiert: „Die Fähigkeit des Individuums, seine Gefühle und Ideen einem anderen mitzuteilen, sowie die Fähigkeit von Gruppen, enge und vertrauliche Verbindungen miteinander zu haben.“ (Vgl. Kron, Grundwissen Didaktik 1993, S.171)

Eine dritte Definition aus dem Brockhaus macht deutlich, wie Kommunikation noch verstanden werden kann: „(lat.,)
1) allg.: Verbindung, Zusammenhang.
2) Publizistik: Austausch, Verständigung, der Prozess der Übermittlung und Vermittlung von Information durch Ausdruck und Wahrnehmung von (Transaktion) von Zeichen aller Art“ (Vgl o.A., Brockhaus Band 12 1996, S.226).

Allen drei Definitionen ist gemein, dass sie die Kommunikation als etwas Aktives verstehen: eine Transaktion, eine Mitteilung, ein Austausch. Es handelt sich also um keinen Monolog oder um etwas Passives, sondern um eine Beziehung zwischen mindestens zwei Menschen. Wer im Internet eine Botschaft übermitteln möchte, sollte unbedingt daran denken, dass er kommuniziert, dass er aktiv etwas tut und dabei mit einem oder mit mehreren Menschen in Verbindung tritt.

Ein besonderes Merkmal der Kommunikation wurde in der ersten Definition genannt: Die Informationsweitergabe kann auch nonverbal geschehen. Unter einer nonverbalen Kommunikation versteht man jedes Verhalten, das nichtsprachlich ist. Hierbei spielt vor allem die Körpersprache eine große Rolle, die bewusst oder unbewusst von allen Menschen genutzt wird. Mimik, Gestik und Augenkontakt verraten uns sehr viel über den Gegenüber.

Die nonverbale Kommunikation trägt maßgeblich dazu bei, Emotionen, Persönlichkeitsmerkmale und individuelle Einstellungen ohne Worte zu vermitteln. Sie ermöglicht weiterhin auch eine Verdeutlichung sprachlicher Mitteilungen. Ironisch gemeinte Aussagen können so zum Beispiel mit einem Lächeln oder einem Augenzwinkern verstärkt werden. Die Körpersprache ist sehr wichtig, um die eigenen Aussagen mit Gefühlen zu untermauern, was mit der Sprache nur bedingt möglich ist.

Ein typisches Beispiel für die Nutzung nonverbaler Kommunikation: Jemand kommt auf Sie zu und fragt nach dem Weg zum Bahnhof. Sie beschreiben dem Fremden den Weg mittels Ihrer Sprache und zeigen zugleich mit Ihren Armen und Händen die verschiedenen Wegrichtungen an. Ihre sprachlichen Äußerungen werden so verstärkt und in diesem Beispiel visualisiert.

Nonverbale Kommunikation wird auf verschiedene Weise wahrgenommen. Die Augen liefern Informationen über Mimik, Gestik und Körpersprache des Gegenübers. Des Weiteren kann man mit den Augen das Bewegungsmuster des Gesprächspartners einordnen, Nähe und Distanz ausmachen sowie körperliche Symptome, wie beispielsweise Erröten, Zittern, Schwitzen, erkennen. Mit der Haut kann man Empfindungen wahrnehmen. Man kann Temperaturen, Schmerzen und feine Druckunterschiede sowie Verspannungen spüren. Der Geruchssinn ermöglicht es, einen Menschen anhand seines Geruches einzuordnen. Dieses Organ liefert die Antwort auf die Frage, ob man jemanden riechen kann oder nicht. Mithilfe der Ohren kann man Veränderungen in der Stimme des Gegenübers feststellen und Unterschiede in den Tonhöhen erkennen. All dies gestattet es, einen „ganzheitlichen“ Blick auf die Botschaft des Kommunikationspartners zu erhalten, denn die Worte allein sind selten ausreichend, um die Botschaft als Ganzes erfassen und verstehen zu können. Manche Kommunikationstheoretiker gehen davon aus, dass die nonverbale Kommunikation wesentlich bedeutsamer sei als die verbale Kommunikation. 

Nonverbale Kommunikation bzw. Körpersprache sind zwei Aspekte der menschlichen Verständigung, die darüber entscheiden, wie erfolgreich man kommunizieren kann. Im Internet muss man weitestgehend auf diese beiden Kommunikationsmittel verzichten. Nonverbale Kommunikation und Körpersprache können nur sehr bedingt im Web eingesetzt werden. Die Einführung von Smileys in Chat-Programmen zeigt, wie unersetzlich Körpersprache doch ist, um seine Botschaften unmissverständlich transportieren zu können: Es gibt Smileys, die Freude ausdrücken, Smileys, die Kummer kommunizieren und Smileys, die Fragwürdigkeit ausdrücken sollen. Man fügt der eigenen Botschaft einen entsprechenden Smiley bei und wenn der Kommunikationspartner die Bedeutung des Smiley kennt und zuordnen kann, weiß er, wie die Botschaft zu verstehen ist; beispielsweise ironisch, ernst, scherzhaft usw. Smileys vermitteln im Chat die zugrundeliegende Einstellung eines Menschen gegenüber seiner Botschaft und dem Adressaten. Smileys sind der Ersatz für die nonverbale Kommunikation im Internet.

So praktisch die Smileys in Chat-Programmen sind, Körpersprache können sie nicht ersetzen. Und schon gar nicht können sie in Texten genutzt werden, die einer seriösen Kommunikation dienen sollen. Fachartikel, Pressemeldungen und PR-Texte müssen auf einem anderen Weg Emotionen übermitteln und hervorrufen. In der Regel wird auf visuelle Reize gesetzt und man fügt verschiedene Bilder ein, die, wenn sie nicht richtig platziert wurden, von dem Text ablenken und eher für Verwirrung sorgen als für eine bessere Textverständlichkeit. Wer durch einen Text kommunizieren will, der muss mit dem Text arbeiten. Daran führt kein Weg vorbei. Bilder und andere Medien können die Botschaft des Textes verdeutlichen, aber dies gelingt nur, wenn der Text korrekt formuliert wurde, so dass keine Zweideutigkeiten zu finden sind und klare Emotionen kommuniziert werden können.

Der Text ist die Basis für die gesamte Kommunikation im Internet. Das Web wäre leer, gäbe es darin keine Schrift. Selbst Seiten, auf denen Bilder die zentralen Inhalte sind, kommen ohne Schrift und damit ohne Sprache, nicht aus. Worte führen den Nutzer über die Website. Ein Bild kann durchaus als Blickfänger fungieren und gerade auf der Homepage Motivation schaffen, sich mit den weiteren Inhalten vertraut zu machen, aber eine Textbotschaft kann es nicht ersetzen. Erst durch eine gute Verbindung von Text und Bild können beide Kommunikationsmittel optimal eingesetzt werden.

Wenn Sie ein Produkt bewerben möchten, ist es sinnvoll, ein Bild von dem Produkt zu veröffentlichen. Die Grafik stellt einen hohen Reizwert dar und ermöglicht es dem Website-Besucher, innerhalb weniger Augenblicke einen ersten Eindruck von dem Produkt zu erhalten. Würde man das Produkt nur mit Wörtern beschreiben, wäre dies für den Leser sehr anstrengend, da ihn eine hohe Informationsdichte und eine hohe Wortanzahl verunsichern und langweilen würden. Wenn es aber darum geht, die Eigenschaften eines Produktes kenntlich zu machen, sind Texte das Mittel der Wahl, denn mit Texten hat man die Möglichkeit, kurz und knapp alle Vorteile eines Produktes zu beschreiben. Dies trifft auch auf die Darstellung von Dienstleistungen zu. Es ist einfacher und anschaulicher, mithilfe der richtigen Wörter die eigenen Leistungen zu beschreiben, als komplizierte Grafiken zu entwerfen, die den Leser nur verwirren würden.

Bilder und Texte sind zwei wesentliche Grundpfeiler der Internet-Kommunikation. Der Wert der Bilder wird auch darin ersichtlich, dass viele Website-Texte durch kleine Symbole gestützt werden. Hier spricht man von den „Icons“.

Im Internet kann der geübte Umgang mit Sprache und Schrift die eigene Botschaft optimal übermitteln, ohne dabei auf Smileys, Bilder oder Videos zurückgreifen zu müssen. Kann es eine kostengünstigere Werbung geben als aussagekräftige Texte?

Doch was sind aussagekräftige Texte? Aussagekräftige Texte sind starke Texte! Starke Texte informieren, überzeugen, motivieren, begeistern und sind einfach zu lesen. Starke Texte sind ernst gemeinte Texte, Texte in denen Arbeit steckt und Texte, die für den Leser geschrieben wurden. Damit ist zugleich die Frage beantwortet, was schwache Texte sind: Sie sind langweilig, uninteressant, strukturlos, regen weder zum Nachdenken noch zu Gefühlen an, leiden unter Fehlern in Ausdruck, Rechtschreibung und Grammatik und sind nicht am Leser orientiert, sondern vielmehr an dem Wunsch des Autors, egal was, Hauptsache überhaupt was geschrieben zu haben.

Starke Texte sind eine gute Kommunikation. Im Internet sind verschiedene Bedingungen zu beachten, wenn man kommunizieren möchte. Insbesondere bei der Textarbeit sind wichtige Kriterien einzuhalten, um Leser wirklich erreichen zu können.

Jeder Text verfolgt sein eigenes Ziel. Dieses ist von der Absicht des Autors abhängig. Im Allgemeinen lassen sich drei wesentliche Aufgaben definieren, die mit Texten erfüllt werden können.

Informieren
Texte vermitteln Informationen. Möchte man lediglich Informationen bekannt machen, so handelt es sich um ein indirektes Marketing für den Autor. Es wird nicht gezielt Werbung betrieben, sondern versucht, auf der sachlichen Ebene Informationen darzustellen, die der Leser erhalten soll. Informierende Texte sind Nachrichten, allgemeine Bekanntmachungen oder Fachartikel über bestimmte Themen. Dennoch wird in einer bestimmten Form Werbung betrieben, denn der Inhalt und die Gestaltung des Textes sagen viel über den Autor aus und können bei den Lesern Neugier und Interesse wecken.

Überzeugen
Texte überzeugen Menschen. Geschriebene Worte können auf die Einstellungen von Menschen einwirken und Veränderungen in deren Verhalten auslösen. Es handelt sich um argumentative Texte, bei denen es darum geht, eine ganz bestimmte Position zu verdeutlichen. Es geht weniger darum, den Lesern die eigene Meinung aufzudrängen, sondern vielmehr in Anlehnung an die Informationsschilderung, die Informationen so zu nutzen, um daraus logisch nachvollziehbare Einsichten transportieren zu können.

Motivieren
Texte – besonders Marketing-Texte, sollen zu bestimmten Denk- und Verhaltensweisen motivieren. Stärker noch als überzeugende Texte, versuchen die motivierenden Texte den Menschen als Ganzen anzusprechen. Neben logisch nachvollziehbaren Argumenten spielen auch affektive Aussagen eine große Rolle. Der Mensch soll auf der Gefühls- und auf der Verstandeseben erreicht werden, um beispielsweise sein Kaufverhalten zu ändern. 

In der Regel kann man nicht motivieren ohne Informationen zu geben. Und auch das Überzeugen beinhaltet Elemente motivierender Texte. Somit kann keine klare Trennung zwischen den drei Aufgabenbereichen vorgenommen werden. In jedem Text befinden sich diese drei Wesensmerkmale. Aber inwieweit die jeweiligen Merkmale ausgeprägt sind, hängt vom Autor und dessen Absicht ab: Will er informieren, überzeugen oder motivieren?

Ein Text kann seine Funktion nur dann erfüllen, wenn er als Medium optimal den Anforderungen seiner Umwelt angepasst ist. Das bedeutet, dass er nicht nur an der Lesergruppe und an den SEO-Kriterien ausgerichtet sein sollte, sondern auch den allgemeinen Wesensmerkmalen des Internets.

2.2.2.1 Merkmale des Internets
Wer für das Internet texten möchte, der muss sich mit den Bedingungen, die das Web stellt, auseinandersetzen, um passende Texte liefern zu können. Das Internet ist seit langem mehr als nur eine technische Errungenschaft, die die Kommunikation erleichtert. Das Web ist eine Quelle des Wissens und ein Spiegelbild gegenwärtiger Wertevorstellungen und gesellschaftlicher Erwartungen. Die Schnelllebigkeit, die Globalisierung und die verschwimmenden Grenzen zwischen den einzelnen Kulturen werden im Internet sichtbar.

Das Internet ist …

Stets im Wandel
Ständig werden neue Informationen ins Web gestellt und bestehende Inhalte aktualisiert. Dieser permanente Fortschritt zeigt sich vor allem in News-Anzeigen. Hier werden immer die aktuellsten Informationen dargestellt. Das Internet steht nicht still. Man kann es nicht anhalten, wie einen Videofilm.

Immer verfügbar
Zwar werden die Inhalte stets aktualisiert, aber dennoch bleiben alte Informationen erhalten. Alte Texte oder alte Bilder bleiben im Internet auffindbar, wenn sie nicht korrekt entfernt wurden. Die Inhalte sind immer verfügbar, solange man einen freien Zugriff auf das Internet hat.

Das Internet ermöglicht somit das Zusammenwirken von scheinbaren Gegensätzen, nämlich Aktualität und Dauerhaftigkeit. Dies hat auch Auswirkungen darauf, wie die Texte formuliert werden, die im Internet unter diesen Gesichtspunkten publiziert werden. Die Permanenz von Web-Inhalten ist vor allem in Bezug auf die Aktualität wichtig, da man sich darum bemühen sollte, immer aktuelle Informationen bereitzuhalten und veraltete Inhalte zu entfernen.

Unbegrenzt
Das Internet stellt unendlich viele Informationen zur Verfügung. Jeder Nutzer kann inzwischen eigene Inhalte online stellen und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Die Einführung des Web2.0 hat maßgeblich dazu beigetragen, dass aus Konsumenten Produzenten werden können, die selbst kreativ an der Gestalt des Internets mitwirken können, und das von fast jedem Ort der Erde aus. Diese Freiheit birgt trotz aller Vorzüge auch Gefahren, zum Beispiel den Missbrauch von urheberrechtlich geschützten Materialien.

Interaktiv
Das Web2.0 hat auch dazu geführt, dass die Nutzer interagieren können. Sie können Meinungen kundtun, Bewertungen abgeben und sogar an Designs mitwirken, wenn das jeweilige Unternehmen dies zulassen will. Das Internet ist somit eine Plattform zur aktiven Auseinandersetzung mit den Inhalten.

Ein Netz
Das Internet vernetzt die Inhalte miteinander. Die Social networks wie Facebook oder Studivz, sind Beispiele dafür, wie das Web Personen miteinander verbinden kann. Inhalte, so auch Texte, werden durch verschiedene links miteinander verbunden, so dass man sich von einem Inhalt zum nächsten „durchklicken“ kann.

Technik
Auch wenn das Internet in erster Linie von Menschen gestaltet und genutzt wird, bleibt es dennoch nur eine leblose Technik, die bestimmten Kriterien und Systematiken folgt. Als Texter ist es wichtig, zu wissen, wie Texte im Internet funktionieren sollen und wie die Technik der Suchmaschinen funktioniert, die die einzelnen Texte gezielt nach Informationen durchsuchen.

Ein Aushängeschild für Unternehmen und Einzelpersonen
Nicht zu vergessen ist, dass das Internet die Möglichkeit bietet, sich als Unternehmen präsentieren zu können. Man kann sein Angebot vorstellen und aktiv um Kunden im Netz werben. Das Internet kann also auch eine Visitenkarte sein.

2.2.2.2 Merkmale guter Texte
Gute Texte zeichnen sich dadurch aus, dass sie ihre Funktion erfüllen. Besonders bei den Internet-Texten ergeben sich viele Möglichkeiten, bestimmte Absichten mithilfe von Texten zu verdeutlichen. Dabei sollte man sich stets an den folgenden Hinweisen orientieren. Diese sind noch sehr allgemein gehalten, da es erst in einem späteren Kapitel um die genaue Bearbeitung von Texten gehen soll. Im Folgenden geht es um bestimmte Prinzipien, die während des Arbeitsprozesses immer wieder Anwendung finden.

Blickfang
Im Internet geht es darum, sofort einen Leser anzusprechen. Viele Internetnutzer klicken sich schnell von Seite zu Seite und überfliegen dabei nur die Inhalte. Dieses Verhalten ist im Angesicht der Vielzahl an Informationen, die das Internet zur Verfügung stellt, nur logisch. Darum ist es für den Websitebesitzer wichtig, dass er seine Informationen so übersichtlich wie möglich gestaltet. Im Text kann dies beispielsweise durch Hervorhebungen und Zwischenüberschriften gelingen. Aber auch der wohl überlegte Einsatz von Bildern kann dazu beitragen, die Nutzer auf der eigenen Seite zu halten.

Der Blickfang ist der erste Eindruck.

Einfachheit
Gute Texte müssen einfach sein. Der Inhalt sollte sofort für alle Leser verständlich sein. Wenn man auf sich aufmerksam machen möchte, nützt es wenig, sich mit Fachtermini auszudrücken, die von den Lesern erst nachgeschlagen werden müssen. Eine möglichst große Einfachheit in Schrift und Sprache ist ein absolutes Grundmerkmal guter Texte. Wer nicht in der Lage ist, seine Botschaft einfach, klar und deutlich zu artikulieren, sollte solange an ihr arbeiten, bis sie einfach ist. 

Einfachheit heißt auf den Punkt zu kommen. Statt um das Konkrete herumzureden, um damit die Zeilen zu füllen, ist es effektiver, eine einzige Botschaft in einen einzelnen Satz zu fügen. Der Leser weiß dann sofort, worum es geht. Die Textmenge spiegelt das Wissen des Autors wieder. Aber Quantität bedeutet noch lange nicht Qualität.

Die Einfachheit ist die Trennung des Wesentlichen vom Unwesentlichen.

Einzigartigkeit
Ein weiteres Merkmal ist die Einzigartigkeit von Texten. Dies hat zwei Gründe: Einerseits geht es um die Suchmaschinen, die einmalige Texte besser identifizieren können als Kopien. Andererseits zeichnet es einen Autor auch aus, wenn dieser zu einem Thema viele verschiedene Texte publizieren kann. Hierfür ist es wichtig, einen möglichst großen Wortschatz zu beherrschen, damit man in seiner Sprachwahl vielseitig sein kann und auch entsprechend der Zielgruppe die passenden Wörter finden kann.

Die Einzigartigkeit ist der Beginn der Vielfalt.

Struktur
Eine einfache Sprache allein ist nicht ausreichend. Ein Text muss auch Struktur besitzen. Hauptsächlich meint Struktur die inhaltliche Gliederung, den Aufbau von Absätzen und die Wahl von Überschriften. Eine gute Struktur gewährleistet eine gute Übersicht über den Textinhalt. Auch hier gilt das Prinzip der maximalen Einfachheit. Ein Text, der entweder keine Absätze oder zu viele hat, ist verwirrend und unübersichtlich. Besser ist es darum, den Text so zu gliedern, dass die Inhalte sinnvoll voneinander getrennt sind, aber dennoch ein gegenseitiger Bezug zwischen den Absätzen hergestellt werden kann. Zwischenüberschriften sollten das konkrete Thema des Absatzes signalisieren.

Die Struktur ist der „roten Faden“.

Verlinkungen
Ein Text im Internet sollte am globalen Netz teilnehmen. Das bedeutet, dass er nicht isoliert auf einer Website stehen darf, sondern in ein Netzwerk aus verschiedenen Seiten integriert werden muss. Dies gelingt mit dem gezielten Einsatz von Verlinkungen, die man entweder in einer Linkliste unter den Text setzt oder in den Text selbst einfügt. Links verweisen auf andere Seiten und stellen damit den eigenen Text in Bezug zu anderen Webinhalten. Ebenso ist es wichtig, dass andere Seiten auf den eigenen Text verweisen.

Die Verlinkungen sind der Zugang zum globalisierten Netz.

2.2.2.3 Anforderungen an Autoren
Die oben aufgestellten Merkmale sind allgemein gehalten. Eine Konkretisierung kann an dieser Stelle nicht vorgenommen werden, da diese vom Einzelfall abhängig ist. Allerdings ist es möglich, auf die Kompetenzen einzugehen, die ein Autor mitbringen sollte, damit er moderne Texte fürs Web publizieren kann.

Eigener Schreibstil
Leser erreicht man durch den richtigen Schreibstil. Doch welcher ist der richtige Schreibstil? Der, der zu einem selbst passt und den Ansprüchen der Zielgruppe entspricht! Daher ist es immer gut, über etwas zu schreiben, woran man selbst Interesse hat, damit der Text eine persönliche Note erhält. Darüber hinaus müssen auch verschiedene formelle Kriterien berücksichtigt werden. Beispielsweise schreibt man eine eMail an einen Freund anders als einen Newsletter, der an Geschäftspartner gerichtet ist. Ebenso sind Blogs meist stark subjektive Texte, die in der Umgangssprache verfasst werden. Dies ist selbstverständlich bei Weblogs anders, die von Unternehmen fürs Marketing genutzt werden. Es ist bei allen Schreibstilen und Textformen im Internet wichtig, eine Ausgewogenheit im Schreibstil zu finden, wenn man eine Leserschaft auf allen Ebenen erreichen will. Ausgewogenheit erreicht man durch Vielfalt. Wer häufig schreibt, wird zu bestimmten Schreibmustern neigen, bestimmte Ausdrücke immer wieder verwenden und immer wieder auf das gleiche Vokabular zurückgreifen. Um hier eine Engstirnigkeit zu vermeiden, ist es wichtig, abwechslungsreiche Texte zu schreiben. Wenn Sie gute Web-Texte schreiben wollen, üben Sie sich im Schreiben und wagen Sie sich an sämtliche Textformen heran. Bitte bedenken Sie, dass es sich nur um Übungszwecke handelt; Sie sollen keinen Roman entwerfen. Gewöhnen Sie sich an, regelmäßig zu schreiben. Schreiben Sie kurze Gedichte, verfassen Sie Fachartikel, üben Sie sich in Pressemeldungen usw. Orientieren Sie sich dabei an Vorlagen, die Ihnen gefallen und versuchen Sie, den Stil nachzuahmen.

Wer regelmäßig schreibt, und sei es noch so wenig, wird, sofern er sich selbst analysiert, bestimmte Vorlieben und Schwächen bei sich ausmachen können. Diese Beobachtungen sind wichtig, um sich weiterbilden zu können: Schwächen zu Stärken machen und die Stärken weiter festigen.

Präsenz
Das Internet verlangt nach Präsenz. Da sich die Inhalte ständig im Wandel befinden, ist es wichtig, die verschiedenen Entwicklungen genau zu beobachten, um sich bestmöglich anpassen zu können. Es ist wichtig, zu beobachten, wie sich bestimmte Branchen im Internet entwickeln, welche neuen Möglichkeiten zugänglich werden und wie die Nutzer reagieren. Weiterhin zeigt sich Präsenz auch in der regelmäßigen Kontrolle der Leserschaft. Man kann sich zum Beispiel anzeigen lassen, von welcher Website die Leser auf den Text gefunden haben, wie lange sie auf der eigenen Website waren und welche Texte am häufigsten gelesen wurden. Auch die Recherche von Keywords für die Suchmaschinenoptimierung erfordert eine Präsenz des Autors, da sich die Wertigkeit der Keywords immer wieder verändern kann.

Eine ständige Wachsamkeit ist wichtig, um seine Texte immer wieder überarbeiten zu können und sie so den neuesten Standards anpassen zu können.

Flexibilität
Der beständige Wandel und die Erweiterung der Inhalte des Webs machen es erforderlich, möglichst flexibel zu bleiben. Dies betrifft vor allem die Texte. Diese sollten schnell und ohne große Mühe geändert werden können. Die Präsenz des Autors ermöglicht ein rechtzeitiges Erkennen von Veränderungen. Dies ist erforderlich, um die Texte den neuen Bedingungen anzupassen.

Ein Text sollte immer wieder überarbeitet werden. Er ist niemals fertig! Für Nutzer ist es wichtig, aktuelle Informationen zu erhalten und keine veralteten, die nicht mehr gültig sind. Ebenso ist es bei den Verlinkungen: Die Leser möchten Links zur Verfügung gestellt bekommen, die funktionieren und nicht auf Websites geführt werden, die schon lange offline gegangen sind. Darum ist es wichtig, immer wieder in den eigenen Text zu schauen, um die Aktualität zu prüfen.

Flexibilität bedeutet in diesem Zusammenhang auch die Organisation von Alternativen: neue links, neue Inhalte, neue Bilder etc.

Einfachheit
Ein Autor muss einfach denken und schreiben. Komplizierte Gedanken und komplexe Wortstellungen verwirren den Leser und erschweren im Nachhinein die Arbeit am Text, wenn dieser aktualisiert werden muss. Eine einfache Struktur und einfach gehaltene Sätze erlauben einen schnellen Eingriff in den Text, um Änderungen vornehmen zu können. Dagegen ist es schwer, in einen komplexen Textbau hineinzuwirken, ohne die Botschaft aus den Augen zu verlieren.

Kreativität
Internettexte müssen lebendig sein, damit sie zum Weiterlesen anregen. Als Texter ist Kreativität sehr wichtig. Sie ist nicht zwangsläufig ein Talent, sondern eher eine Fähigkeit, die man entwickeln kann, wenn man sie gezielt trainiert. Kreative Texte sind ein Wesensmerkmal guter Autoren. Nicht nur, weil sie den Lesern zugutekommen, sondern weil der Arbeitsprozess erheblich vereinfacht werden kann und damit viel Zeit gespart wird.

Leserorientierung
Ein Autor sollte in der Lage sein, die Sicht der Leserschaft einnehmen zu können, damit er einen maßgeschneiderten Text für seine Zielgruppe liefern kann.

Rechtschreibung und Grammatik
Eine Selbstverständlichkeit, über die nicht weiter geschrieben werden muss.

Technik
Als Autor sollte man im Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen Bescheid wissen. Aber auch das Wissen um die technischen Aspekte der Suchmaschinenoptimierung ist wichtig, um Texte zu schreiben, die den Anforderungen des Internets entsprechen. Grundkenntnisse in HTML sind ebenso von Bedeutung.

Ganz gleich, an wen sich der Text richtet und welche Absicht verfolgt wird, es ist immer angemessen, sich an den folgenden drei Fragen zu orientieren:

Was will ich sagen?
Wozu will ich es sagen?
Wem will ich es sagen?

Diese drei Fragen sind ein stark vereinfachtes Muster, das nicht zwangsläufig auf Web-Texte angewendet werden muss, sich aber bei diesen sehr gut anbietet. Die Reduktion auf drei Fixpunkte gewährleistet sowohl dem Autoren als auch den Lesern eine sehr gute Übersichtlichkeit über den Inhalt des Textes. Übersichtlichkeit ist im Internet sehr wichtig, weil die Leser den Text meist nur überfliegen, um anschließend zu entscheiden, ob sie weiterlesen oder die Seite verlassen wollen.

Die drei Fragen werden in einen gegenseitigen Zusammenhang gestellt, der in einem Dreieck zum Ausdruck gebracht wird.

Absicht, Inhalt und Adressat stehen in einer Relation zueinander. Ein Faktor bedingt zwangsläufig einen anderen.
Selbstverständlich ist diese Dreiecks-Formel stark vereinfacht, da auch noch andere Aspekte eine Rolle in der schriftlichen Kommunikation spielen. Innerhalb dieses Dreiecks können je nach eigener Erfahrung und eigenem Ermessen weitere Punkte integriert werden. Es hat sich allerdings bewährt, dem Prinzip der Einfachheit zu folgen und sich auf die drei obigen Schwerpunkte festzulegen.

Bevor man sich an das Schreiben eines Textes machen möchte, ist es wichtig, sich über die Relation der drei Bezugspunkte Gedanken zu machen. Beantworten Sie daher die drei Fragen sehr genau und halten Sie die Antworten in einem einzigen Satz fest. Jeder Satz sollte eine Begründung enthalten.

Beispiel 1:

Was will ich sagen?
-   Ich will von meinem neuen Angebot berichten, weil ich der Überzeugung bin, dass gerade jetzt dieses Angebot passend ist.
Wozu will ich es sagen?
-   Ich will dies sagen, weil ich mehr Neukunden gewinnen möchte.
Wem will ich es sagen?
-   Ich will mich mit meiner Botschaft an Webdesigner wenden, weil ich davon ausgehe, dass diese am meisten von meinem Angebot profitieren würden.

Beispiel 2:

Wozu will ich es sagen?
-   Ich will Stammkunden binden, weil im Online-Marketing-Bereich eine dauerhafte Zusammenarbeit für beide Seiten profitabel ist.
Wem will ich es sagen?
-   Ich will bereits zufriedene Kunden aus der Online-Marketing-Branche anschreiben, weil bei diesen der Bedarf an guten Texten sehr hoch ist.
Was will ich sagen?
-   Ich will über Neuigkeiten informieren und meine Verfügbarkeit für neue Projekte ankündigen, weil ich denke, dass jetzt der Zeitpunkt für gemeinsame Konzepte gekommen ist.

Wie aus den Beispielen ersichtlich wird, sind die Fragen nicht voneinander isoliert, sondern verweisen direkt oder indirekt auf die nebenstehenden Fragen. Mithilfe des Drei-Fragen-Musters können Sie beliebige Konkretisierungen erzielen, die Ihnen mehr Klarheit über Ihren Text verschaffen. Je nachdem in welcher Reihenfolge die Fragen beantwortet werden, können auch unterschiedliche Antworten gefunden werden. Vertauschen Sie daher die Fragen, wenn Sie wollen und suchen Sie nach neuen Antworten. Dies erweitert den eigenen Horizont und erzeugt Gedanken, auf die man zuvor nicht gekommen wäre.

Das Dreieck gibt sogar schon eine erste Strukturierung des Textes vor:
Der erste Teil des Textes richtet sich an den Adressaten (Wem will ich es sagen?), der zweite Teil kann sich auf den konkreten Inhalt beziehen (Was will ich sagen?) und der letzte Teile kann einen Bezug zur Absicht beinhalten (Wozu will ich es sagen?). Selbstverständlich sind auch andere Kombinationen möglich.

Das Internet erlaubt es, so gut wie jeden Text zu publizieren. Der Nutzer kann drei Wörter oder 300 Seiten Fließtext online stellen. Aufgrund dieser Unbegrenztheit und Fülle ist es wichtig, einen Einblick in die verschiedenen Textarten zu erhalten und über die jeweiligen Spezifika Bescheid zu wissen.

2.2.4.1 Förmliche und zwanglose Texte
Im Internet gibt es vermutlich die größte Artenvielfalt von Texten: Chat-Gespräche, Blog-Einträge, Produktbeschreibungen, Website-Texte, Ratgebertexte, Anleitungen, Pressemeldungen, Biografien, Lexikoneinträge, Fachartikel usw. Um hier eine Übersichtlichkeit zu gewährleisten, bietet sich eine Unterteilung der Vielfalt in zwei große Bereiche an: förmliche und zwanglose Texte.

Unter förmlichen Texten kann man alle Texte verstehen, die einen Anspruch auf Seriosität haben. Hierzu zählen im Internet insbesondere die Website-Texte von Unternehmen, Organisationen, Dienstleistungsanbietern und e-shops. Emails an Geschäftspartner, Newsletter, Firmenblogeinträge und Pressemeldungen sind ebenso als förmliche Texte zu bezeichnen. Bei diesen Texten geht es darum, mit konkreten Aussagen eine bestimmte Leserschaft zu erreichen. Die Texte weisen eine eher formelle Sprache und Struktur auf und sind meist in einem guten Deutsch geschrieben.

Zwanglose Texte sind alle Texte, die nicht der öffentlichen Präsenz dienen, sondern eher für die Kommunikation mit Freunden, Bekannten und Verwandten gedacht sind. Hierunter kann man also alle Chat-Texte, Texte aus privaten Blogs, Texte von privaten Websites und eMails an Freunde bzw. Verwandte zusammenfassen.

Die Zweiteilung in förmliche und zwangslose Texte ist keine willkürliche Unterscheidung, sondern eine logische Folge, wenn man die jeweiligen Kommunikationspartner betrachtet: Förmliche Texte richten sich an Geschäftspartner, Kunden, Interessenten usw. Zwanglose Texte sind an Freunde, Bekannte und Verwandte gerichtet. Bei diesen Partnern muss man nur sehr selten ein seriöses Schriftbild anfertigen.

Neben der Unterscheidung nach den Kommunikationspartnern kann man eine weitere Unterscheidung vornehmen: nämlich nach der Absicht eines Textes. Absicht und Kommunikationspartner gehören unmittelbar zusammen. Diese Verbindung zeigt eine Menge über den Inhalt der Kommunikation. Jeder, der im Internet publiziert, will etwas erreichen. Als Privatperson möchte man vielleicht neue Kontakte knüpfen oder das eigene Leben der Öffentlichkeit zugänglich machen. Als Unternehmen möchte man Marketing betreiben und eventuell Kundenmeinungen einholen. Ganz gleich, was beabsichtigt wird, die Absicht richtet sich stets an den Leser des Textes. Darum ist es wichtig, den Text sehr genau zu bearbeiten, damit der Leser die Möglichkeit hat, sich auf die Informationen einzulassen. Es gibt genügend Internetseiten, die diese einfache Regel nicht beachten und dadurch viele Leser verlieren. Niemand möchte sich im Internet schlecht aufbereitete Websites antun.

Die vereinfachte Zweiteilung in formelle und zwanglose Texte erlaubt es, die Texte im Internet rasch sortieren zu können. Es ist selbstverständlich, dass förmliche Texte anders geschrieben werden als zwanglose Texte.

2.2.4.2 Häufige Web-Texte und ihre Besonderheiten
Im Internet kursiert eine Vielzahl unterschiedlicher Texte. Sie alle sind aus der Absicht eines bestimmten Autors heraus entstanden und haben einen eigenen inhaltlichen Schwerpunkt. Trotz der individuellen Unterschiede kann man nach den Textarten genauere Unterscheidungen vornehmen. Bei jeder Textart gilt es, auf die spezifischen Merkmale und Besonderheiten achtzugeben, um das größtmögliche Potential aus einem Text schöpfen zu können.

2.2.4.2.1 Website-Texte im engeren Sinn
Jeder Text ist im weiteren Sinne ein Website-Text, da er eine Internetseite benötigt, auf der er publiziert werden kann. Website-Texte im engeren Sinn meinen jedoch jene Texte, die die Grundmuster einer Internetseite ausmachen. Dazu gehören: Domainname, Homepage, Menü, sowie Impressum und FAQ.

Domainname
Der Domainname ist der Name einer Website und zugleich ihre Adresse, unter der sie im Web gefunden werden kann. Ein Beispiel für einen Domainnamen ist www.phantomschreiber.de. Der Domainname ist sehr wichtig und sollte daher gründlich überlegt werden. Sowohl menschliche Leser als auch Suchmaschinen entscheiden bereits anhand des Domainnamens, ob die Seite aufgerufen wird oder nicht. Ein Domainname, der nicht präzise ist, sondern eher verwirrend ist, wird bei der Auswahl mit Sicherheit vernachlässigt werden.
Bei der Wahl eines Domainnamens sollten Sie sich an einem Suchwort orientieren, mit welchem die Seite optimiert werden soll. Wenn ein Nutzer zum Beispiel nach dem Wort „Logistik“ über eine Suchmaschine sucht, so steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Website weiter vorne angezeigt wird, wenn im Domainnamen das Wort „Logistik“ enthalten ist.

Für menschliche Leser ist diese Beziehung zwischen Domainnamen und Suchwort ebenso wichtig. Eine Internetseite wirkt attraktiver, wenn bereits im Domainnamen der Schwerpunkt der Seite verraten wird. Der Domainname sollte also themenbezogen und so speziell wie möglich sein, damit Leser und Suchmaschine auf die Website aufmerksam werden und die Adresse als relevant erkennen.

Für menschliche Leser ist es darüber hinaus wichtig, dass der Domainname sehr einfach ist. Je einfacher der Domainname ist, desto besser lässt er sich merken und an andere Menschen weitergeben. Je nach den eigenen Zielen, kann man als Domainnamen auch den eigenen Namen verwenden. Es empfiehlt sich, verschiedene Domainnamen zu nutzen, damit möglichst viele Suchbegriffe abgedeckt werden können. Damit einher ist auch darauf zu verweisen, dass die Domainnamen so gewählt werden, dass sie Rechtschreibfehler weitgehend ausschließen.



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