Herzlich willkommen auf dem Schreibblog von Christoph Eydt

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Donnerstag, 10. Januar 2013

Die 10 Gebote des Kommas



Das Komma dient der Strukturierung von Sätzen, indem es bestimmte Teile eines Satzes voneinander trennt.


1. In einfachen Hauptsätzen wird kein Komma verwendet.
Beispiel: Holger geht in das Schwimmbad.

2. Wenn mehrere gleichartige Satzglieder aneinandergereiht werden, müssen Kommata gesetzt werden, um die Satzglieder voneinander zu trennen.
Beispiele:
Er kam, sah, siegte.
Polizei, Feuerwehr, Rettungssanitäter kamen zu der Unfallstelle.
Fridhelm legte sein Telefon, seinen Terminplaner, seinen Stift in einen großen Koffer.

3. Wenn Adjektive aufgezählt werden, werden sie in der Regel durch Kommata getrennt. Eine Ausnahme besteht, wenn ein Adjektiv besonders eng mit einem Nomen verbunden ist.
Beispiele:
Er hat ein gelbes, gestreiftes und kurzärmeliges Hemd an.
Ausnahme: Die Gäste haben sich für einen alten französischen Rotwein entschieden.
(Mit dem Wort „und“ kann man die Sinnhaftigkeit eines Kommas überprüfen. Bei dem Beispielsatz der Ausnahme ergäbe ein „und“ statt eines Kommas keinen Sinn.)

4. Die Wörter „und“ und „oder“ ersetzen das Komma, wenn es um Aneinanderreihungen von Wörtern oder Satzgliedern geht.
Beispiele:
Menschen, Tiere, Attraktionen – nur bei uns.
Menschen und Tiere und Attraktionen – nur bei uns.

5. Folgende Konjunktionen erfordern KEIN Komma:
sowohl … als auch
nicht … noch
beziehungsweise
weder … noch
entweder … oder
(so)wie …
„wie“ und „als“ als vergleichende Konjunktionen

6. Folgende Konjunktionen erfordern EIN Komma:
aber …
nicht …
allein …
sondern …
vielmehr …
(je)doch …
Beispiele:
Der Vogel singt nicht laut, sondern leise.
Es handelt sich um einen Tiger, nicht um einen Geparden.

7. Wenn ganze Hauptsätze aufgezählt werden, werden diese durch Kommata getrennt.
Beispiel:
Es schneite sehr stark, ich hatte meinen Mantel vergessen, meine Mütze wurde nass, ich musste frieren.
(Statt der Kommata können die Sätze durch Punkte getrennt werden.)

8. Gleichrangige Hauptsätze können mit „und“ verbunden werden und man darf vor dem „und“ ein Komma setzen – notwendig ist es aber nicht.
Beispiel:
Die Sonne scheint, und es regnet.

9. Appositionen beziehen sich auf ein Nomen. Sie werden mithilfe eines Kommas vom Satzglied getrennt, auf welches sie sich beziehen.
Beispiel:
Das ist Frau Schmidt, die neue Sekretärin.

10. Kurze Aufrufe, mit denen Bitten, Bekräftigungen, Verneinungen oder Zustimmungen ausgedrückt werden, sind durch ein Komma vom eigentlichen Satz zu trennen.
Beispiele:
Ja, Sie haben Recht.
Nein, das ist falsch.
Oh, das ist so toll.

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