Herzlich willkommen auf dem Schreibblog von Christoph Eydt

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Dienstag, 19. Februar 2013

Zeitmanagement für Textarbeiten





Die Zeit zum Schreiben effizient und zielorientiert planen


Kurzbeschreibung:
Die Arbeit an Texten sollte langfristig und sehr genau geplant werden. Zum Schreiben gehört nämlich mehr, als das bloße Niederschreiben des Textes. Themeneingrenzung, Recherche, Gliederung und Korrektur müssen zeitlich präzise abgeschätzt werden.


 Bildquellenangabe: Dominik Heggemann  / pixelio.de



Wer einen Text zu einem ganz bestimmten Datum fertig haben muss, sollte so früh wie möglich mit der Arbeit beginnen. Wenn man noch viel Zeit hat zwischen dem Arbeitsbeginn und dem Termin der Fertigstellung, dann ist es gut, sich die Arbeit in kleine Puzzleteile zu zerlegen, an denen man täglich mit wenig Aufwand arbeiten kann, um am Ende das gesamte Puzzle zusammengesetzt zu haben.

Mit Disziplin zum Ziel
Mit einer Textarbeit sollte man so früh wie möglich beginnen. Dadurch steht man nicht unter Zeitdruck und die Arbeit wird regelmäßig – am besten täglich – ausgeführt. Für ein gutes Zeitmanagement bedarf es einer guten Disziplin. Das Wort „Disziplin“ stammt aus dem Lateinischen und kann mit folgenden Vokabeln übersetzt werden: Unterricht, Lehre, Kenntnis, Gelehrsamkeit, Sitte, Zucht und Gewohnheit. Für das Zeitmanagement ist Disziplin als Gewohnheit zu verstehen – nämlich eine Arbeit so zu verrichten, dass sie zur Gewohnheit geworden ist. Das gelingt, indem man langfristig plant und statt einer einzigen großen Arbeitsphase mehrere kleine Arbeitsphasen berücksichtigt. Der Erfolg stellt sich wesentlich schneller ein und ist sofort sichtbar.

Zu Beginn der Arbeit sollte vom Termin der Fertigstellung des Textes (Deadline) ausgehend die zeitliche Planung vorgenommen werden. Für gewöhnlich dauern Themenfindung, Gliederung und Recherche am längsten. Das Schreiben und Korrigieren des Textes sind jene Arbeitsphasen, die relativ reibungslos verlaufen und auch entsprechend weniger Zeit benötigen als die vorherigen Phasen. Ob ein Text gut wird oder nicht, hängt maßgeblich von der Planung ab. Wenn genug Zeit für Thematisierung, Recherche und Gliederung vorhanden ist, dann schreibt sich der Text nahezu von selbst, weil alle relevanten Informationen bereits im Vorfeld gesammelt und sortiert worden sind.

Eine kleine Schritt-für-Schritt-Anleitung für besseres Zeitmanagement bei der Textarbeit:

1.    Markieren Sie sich im Kalender die Deadline, also den Tag, an dem der Text endgültig fertig sein muss.
2.    Strukturieren Sie Ihre Arbeit in fünf Phasen: 1. Themenfindung, 2. Recherche, 3. Gliederung, 4. Schreiben und 5. Korrektur.
3.    Bedenken Sie bei der Strukturierung, dass die Phasen nicht klar zu trennen sind, sondern ineinander übergehen – gerade die ersten drei Phasen.
4.    Arbeiten Sie mit Ihren „Fühlern“ in alle Richtungen. Lesen Sie viele verschiedene Texte, die Ihr Thema oder ein sehr ähnliches zum Inhalt haben.
5.    Erst in einer bewussten Auseinandersetzung mit einem groben Thema kann man sich dem Thema des Textes annähern. Dies erfordert Recherche.
6.    Haben Sie die ersten Erkenntnisse gesammelt, fertigen Sie eine grobe Gliederung der Textinhalte an.

Vom Großen zum Kleinen zum Großen
 „Plant das Schwierige da, wo es noch leicht ist. Tut das Große da, wo es noch klein ist. Alles Schwere auf Erden beginnt stets als Leichtes. Alles Große auf Erden beginnt stets als Kleines.“
(Laotse – legendärer chinesischer Philosoph aus dem 6. Jh. v. Chr.)

Wer einen Text schreiben muss, tut gut daran, diesen nicht als eine einzige große Aufgabe zu verstehen, sondern ihn in kleinere Einzelteile aufzuteilen. Die Arbeit wird dadurch sichtbar erleichtert, weil man regelmäßig nur etwas für den Text tut, und nicht alles auf einmal erledigen muss. Man sollte zu Beginn ganz einfache Fragen stellen: Was will ich mit dem Text? Wer ist die Zielgruppe? Gibt es Fragen zum Thema, die diskutiert werden können? Gibt es Probleme, die im Text dargestellt werden können? In dieser Phase sollte man Literatur lesen, die es bereits zum Thema gibt. Dadurch kann dann das eigene Thema viel besser bestimmt werden.   Dann sollte man sich einen Zeitraum schaffen, in welchem man ausschließlich liest und so in die Materie einsteigt. Auch hier kann man statt einfach bloß „Recherche“ zu leisten, die Aufgabe so weit verfeinern, dass man beispielswiese jeden Tag einen ganz bestimmten Artikel liest. Während man Informationen sammelt, kann man bereits die Gliederung des eigenen Textes beginnen. Auch hier bietet es sich an, nicht einfach nur eine Gliederung zu machen, sondern einen Arbeitsplan anzufertigen, wann welches Kapitel oder welcher Absatz gegliedert werden soll.

Für den Schreibprozess ist dieses Vorgehen ganz entscheidend. Man sollte niemals alles auf einmal schreiben, sondern immer nur stückweise, um den Überblick zu behalten. Darum ist es wesentlich, sich einen Plan anzufertigen, auf dem genau abgelesen wesen kann, wann welches Kapitel bearbeitet wird. Das mag vielleicht nach „Erbsenzählen“ klingen, ist aber eine ganz einfache Form des Zeitmanagements. Durch den vorgefertigten Plan, kann man täglich den Fortschritt kontrollieren und entsprechende Änderungen in der Planung berücksichtigen, sollten welche erforderlich sein.

Zeitmanagement bei Textarbeiten
-       Immer die Deadline im Auge behalten.
-       Die Textarbeit in kleine Arbeitsschritte aufteilen, statt alles am Stück zu bearbeiten.
-       Genügend Zeit für Themenfindung, Recherche und Gliederung einplanen.
-       Regelmäßig, am besten täglich, für langfristigen Erfolg an dem Text arbeiten.
-       Je nach zur Verfügung stehenden Zeit: Monatsplan, Wochenplan und Tagesplan anfertigen: Vom Großen zum Kleinen zum Großen.

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